Sigl-Reisen Übernahme


Nach dem Erwerb der KVB Ingolstadt GmbH mit deren Tochtergesellschaft IN-Bus GmbH durch die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft (INVG) hat der kleine ÖPNV-Konzern der Stadt Ingolstadt weiteren Zuwachs erhalten: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2005 hat die IN-Bus GmbH die Firma Sigl mit insgesamt zehn Mitarbeitern übernommen.

Der Fuhrpark der Firma Sigl verfügt über insgesamt elf Fahrzeuge, die im Linienverkehr und im Reiseverkehr eingesetzt werden. Die jährliche Verkehrsleistung beträgt ca. 500.000 Kilometer, wobei der weit überwiegende Teil im Linienverkehr erbracht wird.

Mit dem Kauf der Firma Sigl ging auch die Konzession der Linie 25 von Ingolstadt nach Pförring, die über Vohburg und Großmehring führt, an den neuen Eigentümer über. Bis Vohburg war diese Linie bereits in den Verbund der INVG integriert.
Mit der Übernahme erzielt die INVG wirtschaftliche und fahrplantechnische Vorteile, die vor allem mit der Lage des Betriebshofes in der Messerschmittstraße verknüpft sind. Dieser Betriebshof, der gepachtet wurde, eröffnet nun die Möglichkeit, Bus-Linien, die im Süden von Ingolstadt beginnen, von diesem Standort aus zu beidnen, so dass viele Leerfahrten eingespart werden können. Dadurch ist der Fahrzeugbestand der IN-Bus auf dem Sigl-Gelände auf 22 Busse angewachsen und der Personalstand an Bus-Fahrern auf 35 Personen.

Auch der Reiseverkehr ist ein wichtiges Standbein des übernommenen Geschäftsbetriebes. Durch die bekannt hohe Qualität mit der diese Verkehrsleistungen erbracht werden, hat die Firma Sigl ein beträchtliches Kundenpotenzial erworben. Neben dem Reisebüro Hobmeier gehören viele Vereine und Verbände zu den treuen Kunden dieses Unternehmens, die den perfekten Kundenservice sehr schätzen. Da der Reiseverkehr jedoch nicht zu den Hauptaufgaben der INVG und ihrer Tochterunternehmen gehört, ist zu überlegen, wie dieser Geschäftsbereich zukünftig gestaltet wird.

Mit der Übernahme der Fa. Sigl setzt die INVG ihren mit dem Kauf der KVB Ingolstadt eingeschlagenen Kurs fort. Ziel ist es, die Entwicklung im Öffentlichen Nahverkehr in der Stadt Ingolstadt und den angrenzenden Gemeinden selbst zu gestalten und nicht ÖPNV-Großkonzernen zu überlassen, die mit Hilfe von Linienkonzessionen Monopolstellungen, die zu Preisdiktaten führen können, aufbauen.

Durch die strategisch günstige Lage des Betriebshofes im Südosten des Stadtgebietes entstehen darüber hinaus wirtschaftliche und fahrplantechnische Vorteile, die den Stadthaushalt in Zukunft entlasten können.

Quelle: INVG Kundenzeitschrift 01/2006

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